Über das Projekt

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DIALOG

Euroregionen widmen sich europaweit an zwischenstaatlichen Grenzen in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen der Verbesserung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit von Bürgern und Institutionen (AGEG 2020). An der deutsch-polnischen Grenze engagieren sich seit über 25 Jahren 4 Euroregionen, die insbesondere durch die kommunale Ebene (Städte, Gemeinden, Landkreise) legitimiert sind. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs, der Aufnahme Polens in den Schengenraum und die Europäische Union, sowie die Gewährung der Arbeitnehmerfreizügigkeit für EU-Bürger wurden wesentliche politische Rahmenbedingungen geschaffen, die die grenzübergreifende Zusammenarbeit enorm erleichterten. Die grenzüberschreitenden Verflechtungen nahmen spürbar zu, sei es in der Wirtschaft, auf zivilgesellschaftlicher Ebene oder im zwischenmenschlichen Bereich. So richten sich die aktuellen Ziele und Handlungsansätze der Euroregionen, über den Abbau weiterhin bestehender Barrieren hinaus, zunehmend auf die Erschließung von Potenzialen der betreffenden Grenzregionen.

In dem durch das Kooperationsprogramm INTERREG VA Brandenburg – Polen 2014-2020 geförderten Projekt DIALOG unternahmen die Trägervereine der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA und Euroregion Spree-Neiße-Bober gemeinsam den Versuch, ausgewählte Handlungsschwerpunkte systematisch zu behandeln.

Sie boten den Akteuren der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Kurse zur Verbesserung ihres Kenntnisstandes in Verwaltungsstrukturen und Sprache der jeweils anderen Seite, oder auch Workshops zur interkulturellen Kompetenz, um das Verständnis für den Nachbarn zu erleichtern. Des Weiteren unterzogen sie zwei für die Einwohner und die Entwicklung der Region besonders relevante Themenfelder – Gesundheit und Bildung – einer systematischen Analyse, um ausgehend vom Status Quo Handlungsbedarfe zum Abbau von Barrieren bzw. Handlungsspielräume zur Erschließung von Potenzialen zu ermitteln.