Am 03.12.2025 wurde zwischen dem Mittlere Oder e.V., dem deutschen Trägerverein der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA, und dem Landkreis Märkisch-Oderland, die Vereinbarung über die Zusammenarbeit beim Aufbau eines Informations- und Beratungsnetzwerks zur Implementierung des GrenzInformationsPunktes der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA in Frankfurt (Oder) in unseren Frankfurter Räumlichkeiten durch den Beigeordneten des Landkreises Märkisch-Oderland, Rainer Schinkel, und unseren Geschäftsführer, Toralf Schiwietz, unterschrieben.
Mit der Vereinbarung erkennen beide Parteien die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei Beratung und Information ratsuchender Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen, öffentlicher Einrichtungen und Behörden aber auch Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland und Polen zu grenzübergreifenden Fragestellungen an und erklärten sich bereit, bei der Implementierung und beim Betrieb unseres GrenzInformationsPunktes eng zusammenzuarbeiten. Somit bietet der Landkreis Märkisch-Oderland tatkräftige Unterstützung bei fachspezifischen Fragen in seiner thematischen Zuständigkeit in geeigneter und zielführender Art, stärkt den Ausbau und Etablierung unseres Netzwerkes an Institutionen, das den konkret ratsuchenden Personen die gewünschten Auskünfte gibt. Dieser Schritt erzeugt auch Synergien für die im Netzwerk tätigen Institutionen und Akteure und leistet einen greifbaren Beitrag zum Erfolg unseres GrenzInformationsPunktes.
„Der Landkreis Märkisch-Oderland grenzt auf über 80 km Länge an Polen, an 2 Wojewodschaften und mehrere polnische Partnerlandkreise an, mit denen wir seit Jahren eng zusammenarbeiten. Des Weiteren sind wir auch als Gründungsmitglied der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA seit beinahe 35 Jahren stets bemüht, den deutsch-polnischen Dialog über die Grenzen hinweg zu verbessern und das Miteinander der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. All das abgerundet durch die Zuständigkeiten und Fachkompetenzen unserer Kreisverwaltung bietet sich bestens an, für die fast 200 Tsd. Einwohnerinnen und Einwohner unseres Landkreises sowie für die zahlreichen polnischen Bürgerinnen und Bürger, das LEBEN, LERNEN oder ARBEITEN grenzübergreifend zu erleichtern“, erklärte während der Unterzeichnung Rainer Schinkel, Beigeordneter des Landkreises Märkisch-Oderland und Vorsitzender des deutschen Trägervereins der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA.
Toralf Schiwietz, unser Geschäftsführer, zeigte sich zuversichtlich im Hinblick auf diese gemeinsame Herausforderung: „Mit dem Landkreis Märkisch-Oderland verfügen wir über einen zuverlässigen und kompetenten Netzwerk-Partner, der auch Verständnis und umfangreiche Erfahrungen mit unseren polnischen Nachbarn mitbringt. Es freut uns, dass die Idee der Etablierung eines GrenzInformationsPunktes der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA bei den regionalen Akteuren derart auf Zustimmung und Unterstützung trifft. Wir danken dem Landkreis Märkisch-Oderland für die Mitwirkung und Unterstützung, wir freuen uns über den dadurch gewonnenen Kompetenz- und Know-How-Zuwachs.“
Foto: Unterzeichnung Kooperationsvereinbarung zum Aufbau des GIP-Netzwerkes für die Euroregion PRO EUROPA VIADRINA (Archiv Euroregion PEV, Mittlere Oder e.V.) (Rainer Schinkel (l. Beigeordneter Landkreis MOL), Toralf Schiwietz (r. GF ER PEV, MOev))
Immer mehr Menschen im deutsch-polnischen Grenzraum LEBEN, LERNEN oder ARBEITEN grenzübergreifend auf der jeweils gegenüberliegenden Seite der Grenze. Allein in der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA (Landkreis Märkisch-Oderland, Landkreis Oder-Spree, Stadt Frankfurt (Oder) auf deutscher Seite sowie „Subregion Gorzowski“ – die nördliche Hälfte der polnischen Wojewodschaft Lubuskie) LEBEN, LERNEN und ARBEITEN ca. 816.000 deutsche und polnische Bürgerinnen und Bürger. Hervorgehoben werden soll, dass seit längerer Zeit im Land Brandenburg über 29.000 polnische Bürgerinnen und Bürger ihren Wohnsitz haben, davon über 3.500 allein in Frankfurt (Oder). Besonderer Beachtung bedürfen auch 68.900 polnische Pendlerinnen und Pendler nach Deutschland, davon 13.800 nach Brandenburg.
Die zunehmenden Verflechtungen gehen einher mit einem steigenden Bedarf an Information und Beratung zum Beispiel zu rechtlichen Bestimmungen oder institutionellen Zuständigkeiten. Daher gilt es, den ratsuchenden Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen, öffentlichen Einrichtungen und Behörden aber auch den Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland und Polen in den Themenbereichen LEBEN, LERNEN und ARBEITEN ein möglichst zuverlässiges, vielfältiges und fachkundiges Informations- und Beratungs-Angebot zur Verfügung zu stellen. Hierbei sollen die bereits vorhandenen Initiativen und (Beratungs) Angebote vermittelt und miteinander verknüpft, Lücken geschlossen werden. Hierfür wird der Ausbau eines Netzwerkes an Institutionen angestrebt, das den konkret ratsuchenden Personen die gewünschten Auskünfte gibt aber auch für die im Netzwerk tätigen Institutionen und Akteure Synergien erzeugt. Die Rolle dieses durch den Netzwerk-Partner und die Euroregion PRO EUROPA VIADRINA initiierten und aufrechtzuerhaltenden Netzwerks ist die fachkundige Unterstützung des GrenzInformationsPunktes der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA in Frankfurt (Oder) bei seiner Implementierung und beim Betrieb.
Als GrenzInformationsPunkt der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA in Frankfurt (Oder) stehen wir den ratsuchenden Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen, öffentlichen Einrichtungen und Behörden aber auch den Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland und Polen, in deutscher und in polnischer Sprache, mit unserem unentgeltlichen Informations- und Beratungsangebot zum LEBEN, LERNEN, ARBEITEN grenzübergreifend in der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA zur Verfügung.
Alle Städte, Ämter und Gemeinden auf der deutschen Seite der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA ermutigen wir zudem, den Kontakt mit unserem GrenzInformationsPunkt aufzunehmen. Wir besuchen Sie auch gern vor Ort, um ihnen unser Informations- und Beratungsangebot vorzustellen, gemeinsam die EinwohnerInnen direkt anzubieten, Informations- und Beratungsbedarfe zu eruieren, relevante Themen zu identifizieren und ggf. den EinwohnerInnen direkt anzubieten.
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